Warum die Natur beglückt

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In immer größeren Scharen brechen die Menschen an Wochenenden oder in Ferienzeiten dorthin auf, wo sie in unterschiedlichster Form die Nähe zur Natur finden. Beispielsweise beim Spazieren, Wandern, Radfahren oder Laufen suchen sie den Reiz einer Kostbarkeit, deren Kräfte – wie man mittlerweile weiß – nahezu grenzenlos sind.

Natur beglückt, kann therapieren, vorbeugen und hilft vielfach in Sachen Gesundheit und Wohlbefinden. Das aus Japan stammende „Shinrin-Yoku“, das Baden im Wald, ist mittlerweile ein berühmtes Beispiel dafür geworden. Es soll, sagt man im Land der aufgehenden Sonne, höchst positive Auswirkungen auf Geist und Körper haben. Die Gibt es aber nicht nur im Wald.

Auch die Wissenschaft hat sich intensiv mit den aufregenden Wirkungen der Natur auseinandergesetzt und hat spannende Erkenntnisse dazu gefunden. Besonders interessant sind jene, die die positiven Wirkungen von Natur auf die Psyche belegen. Der US-Pulitzer-Preisträger Edward O. Wilson, Soziobiologe und Evolutionstheoretriker, vertritt in seinem berühmten Buch „Biophilia“ die These, dass die Liebe des Menschen zur Natur im Laufe der Evolution entstanden und in seinen Genen verankert sei. Das hätte dem Menschen, so sagt Wilson, auch einen entscheidenden Überlebensvorteil gebracht. Die Biophilia-These ist danach auch Stoff vieler weiterer Bücher geworden.

Berühmt geworden ist auch die „Attention Restoration“-Theorie von Rachel und Stephen Kaplan, einem in Sachen Umwelt-Psychologie tätigen Professoren-Paar der University of Michigan in den USA. Aus ihrer Sicht fördert Natur ganz besonders die notwendige Erholung von besonders konzentrierter Arbeit, wie sie heute etwa im Umgang mit Computern häufig geleistet wird. Damit sich die Aufmerksamkeit regenerieren kann, braucht man – sagen Kaplan und Kaplan – „handlungsentlastete Räume“, wie die Natur sie reichlich bieten kann. Ihre therapeutische Kraft liegt nach Ansicht der beiden Wissenschaftler in einer anderen, überhaupt nicht anstrengenden und reizvollen Aufmerksamkeit, die beim Bestaunen von Landschaft, Pflanzen und Tieren gefordert wird.

Unser Tipp: Einfach raus und ausprobieren! Besonders empfehlen können wir dazu die einzigartigen Mur-Auen in und um Bad Radkersburg, für die eine ganz wesentliche Erkenntnis aus dem „Shinrin-Yoku“ gilt: Ein Mischwald beruhigt den Geist noch mehr als ein Nadelwald!

Foto: pixabay

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